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ALTE MUSIK IM SCHLOSS - PROGRAMM 2022/23 

Schlossmuseum Linz | Schlossberg 1 | 4020 Linz
Hinweis: Eingang zu allen Konzerten ist der neue zentrale Zugang zum Schlossmuseum im Südflügel. Das Schlossmuseum ist über die Südstiege und das Friedrichstor erreichbar. Das Rudolfstor (Hofberg) ist abends meist geschlossen.

Anton Bruckner Privatuniversität Linz | Hagenstraße 57 | 4040 Linz


 

Freitag, 21. Oktober 2022, 19:30 Uhr, Schlossmuseum, Barocksaal

VIVID CONSORT

Sundrie

Sundrie erkundet mit Musik der Renaissance und des Mittelalters kleine Elemente, die verborgen unter der Oberfläche die Wirksamkeit des großen Ganzen ausmachen.
Die fantastischen Kompositionen vergangener Zeiten flüstern uns ihre unzähligen Gedanken zu und scheinen durch ihre komplexen Strukturen hindurch. Heimlich erzählt uns die Sammlung kleiner Dinge auch von uns selbst und unserer eigenen Vielzahl an Elementen und Verbindungen, die die Zeit mit sich bringt.
Sundrie ist ein Geheimnis, das uns in seiner Vielfalt ein kleines bisschen die Zusammenhänge verrät. 
Musik von William Cornysh, Thomas Morley, Antonello da Caserta, Matteo da Perugia u. a. 

Christine Gnigler // Blockflöten und Gesang
Sheng-Fang Chiu // Blockflöten
Lorina Vallaster // Blockflöte und Gesang


 

Dienstag, 15. November 2022, 19:30 Uhr, Anton Bruckner Privatuniversität, Großer Saal

L’ORFEO BAROCKORCHESTER 

Aufbruch und Ausblick

Zwei Visionäre: Jean-Philippe Rameau und Carl Philipp Emanuel Bach 
Die großen Errungenschaften Rameaus waren seine Neuerungen in den vielen untergeordneten Gattungen der Oper in Frankreich und sein genialer Sinn für Instrumentierung und Farben. Was ihn mit „dem großen Bach“ aus Hamburg (denn so sprach man seinerzeit über C.P.E. Bach) verbindet, ist die kühne und ausdrucksstarke Harmonik. Rameaus musiktheoretisches Werk Traité de l’harmonie (1722) setzte über Epochen einen Maßstab während C.P.E. Bach die Harmonik verwendete, um die Gattung Symphonie mit neuen emotionalen Inhalten zu versehen und damit folgende Generationen zu prägen.

Michi Gaigg // Leitung

In Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität Linz    ABPU Logo 3 print 4c web


 

Freitag, 02. Dezember 2022, 19:30 Uhr, Schlossmuseum. Barocksaal

MUSICA GETUTSCHT

Ricreatione d’Arcadia - frühbarocke Schäferidyllen

Sich ins Grüne flüchten, den Alltag vergessen, alle Pflichten, Sorgen und gesellschaftlichen Zwänge hinter sich lassen... In der Kultur des italienischen Frühbarock hat der Wunsch, aus der erdrückenden Zivilisation zu entfliehen, einen Namen: Arkadien, das Land der Schäfer:innen, des ewigen Frühlings, der Liebe und der Dichtung, in dem der Mensch mit Natur und mythischen Wesen im Einklang lebt.

Die Utopie von Arkadien, die Idee einer symbolischen, aus Raum und Zeit gefallenen Ideallandschaft, bietet Anlass, gesellschaftliche Normen zu hinterfragen, die Gedanken um Mögliches, aber auch Unmögliches kreisen zu lassen.
Das Programm Ricreatione d’Arcadia lässt diese Utopie mit Vertonungen u. a. der Texte Torquato Tassos und Battista Guarinis aus deren näheren Umfeld am Hof von Alfonso II d’Este in Ferrara wieder zu Klang werden. Werke von u. a. Claudio Monteverdi und Sigismondo d’India.

Cornelia Fahrion & Erika Tandiono // Sopran
Alexander von Heißen // Cembalo
Bernhard Reichel // Leitung & Theorbe


 

Mittwoch, 26. April 2023, 19:30 Uhr, Schlossmuseum, Barocksaal

ELEMENT OF PRIME

Most delicate Musicke

Im puritanischen England des 16. Jahrhunderts war die Kirche der Auffassung, dass die Künste die Menschen zur Sünde verführten. Somit führte die Kunst unweigerlich ins Verderben. Dennoch, oder gerade deshalb, entlud sich in dieser restriktiven Zeit eine künstlerische Kraft, aus der meisterhafte Kunstwerke der Vokal- und Instrumentalpolyphonie hervorgingen.
Komponisten der Renaissance wie William Byrd, Christopher Tye und Orlando Gibbons verbinden eindrucksvoll kompositorisches Handwerk mit der melancholischen Grundhaltung der Zeit.

Carin van Heerden, Magdalena Rath, Domenika Thanner,  Veronika Traxler,  Michaela Vaught // Blockflöten


 

Samstag, 13. Mai 2023, 19:30 Uhr, Schlossmuseum, Barocksaal

ENSEMBLE FIORETTO

Rendez-Vous à Paris! 

Ein kurzer Aufenthalt soll es werden, so plant Telemann. Endlich den drängenden Bitten nach seinem Besuch nachkommen, einige Kollegen kennenlernen, einige Gönner hofieren - und dann aber bald zurück, nach Hause. Doch es kommt anders: Acht Monate wird Telemann in Paris bleiben, gefeiert und umgarnt werden. Die bedeutendsten Virtuosen Frankreichs finden sich zusammen, um seine Musik zu spielen, und präsentieren dem deutschen Meister auch ihre eigenen Kompositionen.

Inspiriert und frei von jeglichen Beschränkungen schreibt Telemann in Paris herausragende Werke, in denen er nationale Stile überwindet und „europäische Musik“ erschafft.
Lassen Sie sich anstecken von Freiheit, Spielfreude und Esprit! Kommen Sie nach Paris!

Judith Wigelbeyer // Flauto traverso
David Drabek // Violine
Eva Münzberg // Viola da Gamba
Cornelia Burghardt // Violoncello
Elke Eckerstorfer // Cembalo


 

Mittwoch, 07. Juni 2023, 19:30 Uhr, Schlossmuseum, Barocksaal

BRISK - NEW GENERATION

Preisträger:innenensembles des BRISK Wettbewerbs für Alte Musik an der ABPU
 
Der Kammermusikwettbewerb für Alte Musik an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz findet jährlich im Frühjahr statt. Hier finden Ensembles ein hervorragendes Podium, vor einer international besetzten Jury ihr Können zu zeigen.
Sie, liebes Publikum, sind herzlich eingeladen, sowohl den Wettbewerb am 6. Mai 2023 in der ABPU als auch das Preisträger:innenkonzert im Linzer Schloss zu besuchen.
 
Nähere Informationen zu BRISK – Interner Ensemblewettbewerb für Alte Musik an der ABPU beziehen Sie über bruckneruni.at/de/news-presse 
In Kooperation mit der Anton Bruckner Privatuniversität Linz    ABPU Logo 3 print 4c web

 

ALTE MUSIK IM SCHLOSS - INFO

Die beliebte Linzer Konzertreihe wurde 1979 von August Humer (+) gegründet. In dem historischen Ambiente des Linzer Schlosses bietet sie den Zuhörer:innen feine Hörerlebnisse mit Musik aus vergangenen Epochen. Hochkarätige Künstler:innen, aber auch junge, noch unbekannte Musiker:innen führen uns in die Klangwelten der Historischen Aufführungspraxis und vermitteln die unveränderte Frische und Lebendigkeit der Musik mit historischem Instrumentarium.

Besitzer:innen von Konzertkarten (Normaltarif, ermäßigter Tarif und Abonnements) der Reihe Alte Musik im Schloss haben am Tag der Veranstaltung freien Eintritt im Schlossmuseum Linz. 


 

KÜNSTLERISCHE LEITUNG

Carin van Heerden wali.pix Web

Carin van Heerden wurde in Kapstadt (Südafrika) geboren. Sie studierte Blockflöte bei Günther Höller und Walter van Hauwe sowie Barockoboe bei Helmut Hucke. Während ihrer Studienzeit gewann sie mehrere internationale Wettbewerbe, u. a. den renommierten internationalen ARD-Wettbewerb in Deutschland (1988). Sie ist Gründungsmitglied des L’Orfeo Barockorchesters (Leitung Michi Gaigg) und konzertiert mit diesem Orchester, auch als Solistin, in ganz Europa und in Südafrika. Carin van Heerden arbeitete außerdem mit verschiedenen Ensembles (Das Kleine Konzert, Cantus Cölln, Akademie für Alte Musik Berlin) und Dirigenten wie Ton Koopman, Alan Curtis, Konrad Junghänel und Hermann Max. Kammermusikalisch ist sie als Leiterin des L’Orfeo Bläserensembles tätig sowie als Mitglied des Blockflötenconsorts Element of Prime.

Solo-CDs ihres Spiels erschienen bei cpo (Telemann und Mysliveček), Cavalli Records (Hotteterre) und dhm/Sony Music (Telemann).
Carin van Heerden hatte eine Professur für Blockflöte an der Universität Mozarteum in Salzburg ab 1993 und anschließend von 2004 bis 2008 an der Musikhochschule Köln inne. Heute unterrichtet sie Barockoboe und Blockflöte an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz und leitete zehn Jahre lang das dortige Institut für Alte Musik und Historische  Aufführungspraxis. 

Von internationalen Wettbewerben für Alte Musik wird sie oft als Jurymitglied eingeladen und ist international gern gesehene Gastdozentin bei Meister:innenkursen.
Carin van Heerden ist künstlerische Leiterin der Linzer Landeskonzertreihe Alte Musik im Schloss und übersetzte das bahnbrechende Buch The eloquent oboe von Bruce Haynes.

Kontakt
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Foto: © wali.pix

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